Angehörige der Jenu Kuruba protestieren gegen die Forstbehörde und sagen: „Hört auf, unsere Rechte zu verletzen.“

Angehörige der Jenu Kuruba protestieren gegen die Forstbehörde und sagen: „Hört auf, unsere Rechte zu verletzen.“
© Survival

Seit ihre Heimat zu einem Tiger-Reservat gemacht wurde, sind die Jenu Kuruba und weitere indigene Völker in ganz Indien illegalen Vertreibungen und Misshandlungen durch Parkranger*innen ausgesetzt. Sie werden belästigt, gefoltert und sogar erschossen, nur weil sie ihren alltäglichen Beschäftigungen nachgehen.

Während die Jenu Kuruba, die den Tiger verehren, von ihrem Land vertrieben werden, werden Tourist*innen in den betroffenen Gebieten hofiert.

Diese Vertreibungen sind ein weiteres Beispiel für den rassistischen und kolonialen „Festungsnaturschutz“, der das Leben indigener Völker auf der ganzen Welt zerstört. Dieser Ansatz ist eine Katastrophe für den Planeten und für die besten Hüter der Natur – indigene Völker.

Jetzt haben Hunderte Angehörige der Jenu Kuruba im indischen Nagarhole Nationalpark einen massiven Protest gestartet. Sie kämpfen gegen den Landraub im Namen des Naturschutzes und für das Recht, in ihrem Wald zu bleiben – und riskieren dabei ihr Leben.

Die Wildlife Conservation Society (WCS) hat die Forderungen nach der Vertreibung von indigenen Völkern aus Tiger-Reservaten in ganz Indien angeführt und unterstützt auch die Vertreibung der Jenu Kuruba.

Die Jenu Kuruba fordern lediglich die Rechte ein, die ihnen laut indischem und internationalem Recht zustehen: Das Recht in ihrem Wald zu leben, dass diejenigen, die illegal vertrieben wurden, zurückkehren dürfen und dass keine Naturschutzprojekte ohne ihre Zustimmung auf ihrem Land umgesetzt werden.

Die Lokalregierung hat auf den Protest reagiert und versicherte, dass alle Forderungen der Jenu Kuruba bis Juni erfüllt werden. Im zunehmend autoritären Indien unter Premierminister Modi ist jeder Protest gefährlich und die Jenu Kuruba riskieren viel, indem sie ihre Stimme erheben. Bitte unterstütze sie und schreibe an die Regierung des Bundestaates Karnataka, damit diese Versprechen auch wirklich eingehalten werden.